Anästhesie und Analgesie in Geburtshilfe

Sehr gute Übersicht zum Thema “Anästhesie und Analgesie in Geburtshilfe” im Heft a&i:

http://www.ai-online.info/aionline/Artikel/Jahr/2017/Monat/Februar/Titel/Analgesie_und_Anaesthesie_in_der_Geburtshilfe__Neues_und_Standards/artikelId/3195/wicket:pageMapName/AI-Artikel

Standarddosierungen aus dem Artikel:

  • Zur Epiduralanalgesie werden 10 μg Sufentanil (2 ml) mit 8-14 ml Ropivacain 0,2% gemischt, was einer Ropivacain-Konzentration von 0,16- 0,175% entspricht.
  • Wenn sich kein Epiduralkatheter platzieren lässt – und als Ultima Ratio bei bereits weit eröffnetem Muttermund – ist die „Single-shot“-Spinalanalgesie wegen der leichten Durchführbarkeit das Alternativverfahren der Wahl.
  • Zur einmaligen Spinalanalgesie werden 7,5 μg Sufentanil intrathekal appliziert (zur „Off-Label“-Anwendung siehe unten).
  • SpA: Eine häufige, klinisch bewährte Kombination besteht aus 1,5 ml Bupivacain 0,5% und 1 ml Sufentanil (5 μg) – die Hypotonierate ist bei dieser „Low-dose“-Technik gering. Eine weitere Option im Hinblick auf die postoperative Analgesie ist die zusätzliche intrathekale Applikation von 100 μg (0,2 ml) Morphin, das zwar intraoperativ noch nicht analgetisch wirkt, aber den postoperativen Opioidbedarf innerhalb der ersten 24 Stunden signifikant und klinisch relevant senkt.
  • PDA zur Sectio: Klinisch bewährt hat sich der Einsatz von 15-20 ml Ropivacain 0,75% in Kombination mit 10 μg Sufentanil. Zur schnellen Sectio: Anschlagszeit einer Kombination von 10 ml Lidocain 2%, 5-10 ml Ropivcain 0,75% und 10 μg Sufentanil nach eigener Erfahrung etwa 12-15 Minuten.
  • Aspirationsprophylaxe: sowohl vor Allgemein- als auch vor Regionalanästhesie – 30 ml Natriumzitrat 0,3 molar verabreicht.